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Die Heranführung an das nasse Element kommt bei Kleinkindern jeden Alters gut an. Hierbei ist es
grundsätzlich egal ob die Kinder bereits Erfahrung mit Wasser haben oder nicht, sofern der Übungsleiter
auf sie eingeht.
Die Eltern sollten ihre Erfahrungen immer zusammen mit den Kindern im Wasser austauschen, da sie die
Hauptbezugspersonen sind. Je nach Verhalten können sie dem Kind Vertrauen oder Angst weitervermitteln.
Deshalb versuchen wir als Übungsleiter die ängstlichen Eltern immer wieder zu ermahnen, diese Angst
nicht auf die Kinder zu übertragen. Nur so können sich Eltern und Kinder im Wasser vollkommen
entspannen und wohlfühlen.
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Um diese Situation herzustellen, ist auch das äußere Umfeld von entscheidender Bedeutung. Die
Wassertemperatur beträgt bei uns stets 30° Celsius. Während unserer Kurse findet kein
öffentlicher Badebetrieb statt. Am Anfang eines Kurses sollte die Aufenthaltsdauer der Kinder im
Wasser nicht viel länger als eine dreiviertel Stunde sein, was jedoch je nach Wassererfahrung
gesteigert werden kann. Die Wassertiefe wird so eingestellt, dass das kleinste Kind der Gruppe stehen und
laufen kann, da so der Gleichgewichtssinn gefördert wird. Bei den Kursen mit Säuglingen ist die
Wassertiefe ca. 1,10m, da so der Rücken der Mamas geschont wird.
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Durch den spielerischen Umgang mit Wasser werden sowohl die Motorik als auch zwischenmenschliche Beziehungen zu Gleichaltrigen
gefördert.
Durch Bewegungsspiele wie "Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser", "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann",
oder Mannschaftswettläufe (z. B. mit Poolnudeln oder Schwimmbrettern) wird mit dem Spaßfaktor
für Eltern und Kinder der Zusammenhalt der Gruppe gestärkt.
Bei Kindern ab 2 Jahren kann man bereits auf weiterführende Tauchübungen zurückgreifen. Eine
Möglichkeit ist es, die Kinder einfach hoch zu werfen und etwas unter der Wasseroberfläche erst
wieder aufzufangen (nur im tiefen Wasser möglich). Mit Hilfe einer Styrodur-Platte
(Dämmungsmaterial - in jedem Baumarkt erhältlich) kann man eine Rutsche bauen und die Kinder nicht
sofort nach der Rutschpartie abfangen; oder man lässt die Kinder über diese Platte laufen und am
Ende herunterspringen. Desweiteren können die Kinder versuchen einen Tauchring vom Beckenboden
heraufzuholen, wobei sie mit dem Gesicht selbstständig etwas unter Wasser gehen.
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Je älter die Kinder sind, desto stärker kann die Selbstständigkeit im Wasser unterstütz
werden. Hier kann man z.B bei Fang- oder Singspielen die Eltern auch mal außen vor lassen. Man kann
den Ehrgeiz der Kinder nutzen um sie zu "Höchstleistungen" zu animieren: Kinder wollen meistens genauso
gut, oder besser sein als andere; hat man also ein Kind in der Gruppe, das sich traut selbstständig
unter Wasser zu tauchen, werden es die anderen wahrscheinlich auch versuchen. Wir als Übungsleiter achten
jedoch auch darauf, dass die Kinder nicht überfordert werden, da manche Eltern ihren eigenen Ehrgeiz
auf die Kinder übertragen. Sehr selbstständige Kinder sollten vom Übungsleiter aber nicht als
Vorzeigeobjekt missbraucht werden.
Bei Tauchübungen der älteren Kinder kommt es ebenfalls mehr auf die Selbstständigkeit an.
Eine Übungsform besteht darin, durch einen mit einem Sandsack am Boden befestigten Hoola-Hoop-Reifen zu
steigen, oder nach einem Sprung ins Wasser allein wieder hochzukommen.
Je nach Möglichkeiten kann man Stunden auch mit Musik aus dem CD-Player gestalten. Mit ruhiger Musik
kann man z. B. die Entspannungsphase am Ende der Stunde fördern.
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Allgemeiner Stundenaufbau:
Der Stundenaufbau des Kurses ist immer etwa gleich, da die Kinder einen geregelten Ablauf haben sollten und so
das Schwimmbad als vertraute Umgebung sehen.
Die ersten zehn Minuten können, um sich einzugewöhnen, als Freispielphase zwischen Eltern und Kind
dienen. Anschließend beginnen wir die Stunde mit Kennenlern-, Sing- und Hüpfspielen. Jeder einzelnen
Stunde des Kurses wird ein Thema gegeben, welches in ihrer Weiterführung die Hauptrolle spielt. Zum Ausklang
der Stunde machen wir noch Wett- oder Fangspiele und singen ein Abschlusslied.
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Stundenthemen:
Schüsseln oder Becher: Diese Stunde eignet sich in allen Altersgruppen als gute
Kurseinführung. Während man bei den kleineren alle Körperteile nacheinander begießen
kann, kann man bei den größeren schon dazu übergehen ihnen den Unterschied zwischen voll,
halbvoll und leer zu erklären.
Schwämme oder Waschlappen: Die Kinder können diese auswringen und sich und die Eltern
damit waschen. Man kann sie auch untergehen lassen, dass die Kinder sie unter Wasser wiederfinden.
Schwimmbretter: Die kleinen sind hier auf die Hilfe der Eltern angewiesen. Die Kinder können
sich mit Bauch oder Rücken darauf legen oder drauf setzen und wie auf einem Floß durchs Wasser
geschoben werden. Die großen können eventuell schon allein damit schwimmen oder sie können
sie als Waschbrett nutzen.
Poolnudeln: Die Kinder können darauf reiten (mit oder ohne Eltern), man kann sie in einer
Schlinge durchs Wasser ziehen oder einen Knoten hinein machen und sie darauf setzen, oder den Knoten als
Schwimmreifen nehmen indem man die Kinder durchsteckt. Wer sich traut kann damit auch allein schwimmen.
Bettlaken: Die Eltern stellen sich um das Bettlaken herum und jeder hält mit fest. Je nach
Gewicht kännen die Kinder nacheinander oder zusammen daraufgelegt und geschaukelt werden (Spiel:
Häschen in der Grube). Der Übungsleiter kann mit einem Elternteil das Laken zur Hängematte formen
und ein Kind hineinlegen und schaukeln.
Styrodur-Platte: Man kann die Platte als Boot benutzen und die Kinder damit übers Wasser
fahren, oder als Brücke verwenden über welche die Kinder laufen sollen. Außerdem kann man
eine Rutsche damit bauen.
Schwimmflügel: Bei den kleinen ist das Ziel, dass sie sich über Wasser halten, bei den
großen kann man Wettschwimmen veranstalten. Schwimmflßgel haben verschiedene Größen!
Schlafanzugoberteil: Eine Stunde mit einem Schlafanzugoberteil zeigt den Kinder, dass man sich
mit Kleidung im Wasser nur schwerfällig bewegen kann.
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Bei den Stunden mit Schwimmflügeln oder Poolnudeln stellen wir auch bei den größeren die Wassertiefe auf 1,10 m.
So lernen die Kinder, dass Wasser manchmal auch so tief ist, dass sie nicht stehen können. Außerdem konzentrieren
sie sich stärker auf die Schwimmhilfe, wenn sie keinen Boden unter den Füßen haben.
Man sollte bedenken, dass alle Kinder unterschiedlich in ihrem Wesen sind. Im Vordergrund jedes
Wassergewöhnungskurses sollten immer die Freuden und Interessen der Kinder stehen und deren
Wünsche akzeptiert werden. Nur so endet der Kurs erfolgreich!
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Die Übungsleiter stehen Ihnen gerne für weitere Informationen Zur Verfügung.
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